Abenteuer Hausbau

Unser persönliches Bautagebuch

Folgende Firmen waren an diesem Neubau beteiligt:

Bauleitung: Werbung
Architekt: Werbung
Icon 08. Januar 2009 Hilfe - Wir sind nicht ganz dicht....
Nun werden sich einige denken: Hat wirklich alles so auf Anhieb funktioniert!? Schön wärs...
Die Heizung hat sich öfter beim Ansaugen von Pellets verschluckt - habe ich inzwischen selber nachgestellt. Im Obergeschoß waren drei der fünf Heizkreise der Fußbodenheizung falsch beschriftet, so dass z.B. der Thermostat in einem Kinderzimmer die Temperatur im Badezimmer reguliert hat. Hat echt lange gedauert bis man dem Phänomen auf die Schliche kam. Die Fotos aus dem Rohbau waren dabei eine große Hilfe die letzten Zweifel zu beseitigen.
Das dickste "Bock" (oder "Bug" für EDV-ler) war allerdings eine undichte Pressverbindung einer Kaltwasserleitung im Badezimmer. Diese hat uns bereits am ersten Weihnachtsfeiertag einen Wasserfleck an der Decke der darunterliegenden Garderobe beschert. Natürlich tauchen solche Lecks nicht beim Abpressen der Leitung im Rohbau auf, sondern immer erst dann, wenn alles verfliest und eingerichtet ist. Zum Glück für den Installateur (und uns) war die Leckstelle unter der Badewanne gerade noch erreichbar...

Icon 12. Januar 2009 Kulturschock
Die Umstellung vom Stadt auf das Landleben hinterläßt auch seine Spuren. Während einen die Müllentsorgung in der Stadt bisweilen graue Haare bescherte, hat man hier noch nicht mal was vom Gelben Sack gehört! Jedes Fitzelchen das nicht in Kompost, Restmülltonne, Papiertonne, Glascontainer, Dosencontainer passt, muß per Auto zum Recyclinghof in die Stadt (Ja- Stadt, nicht im gleichen Ort!) gebracht werden... Ein erster Besuch meiner Frau vor Ort läßt sie nur den Kopf schütteln: Da fahr ich so selten wie möglich hin.... Nicht nur die etwas weltfremden Öffnungszeiten für Berufstätige, sondern auch, dass man alles zu Fuß vom Auto in den Hof schleppen muß, und die dort herrschende Sortierwut, die einen ein -insbesondere für Kunststoffabfälle- Chemiestudium für angebracht erscheinen läßt. Hat man etwas nicht recycelbares zu entsorgen ist ein weiterer (gebührenpflichtiger) Entsorgungsplatz anzufahren.
Aber so ist das halt generell in Deutschland und im speziellen im Alb-Donau-Kreis: Mit Ökologie hat dieser Wahnsinn nichts zu tun. Es ist alles nur grün getünchte Politik und Geschäftemacherei.

Icon 08. Februar 2009 - Erwarteter Geldsegen
Diese Woche bekamen wir einen (kleinen) Teil des Kaufpreises - wie vereinbart - zurückerstattet.
Durch den Bau eines energiesparenden Hauses (KfW 40) erhielten wir von der Stadt Langenau 5,-€ pro qm Grundstücksfläche zurückerstattet. Dies war nach Abgabe des Antrages und der Nachweise innerhalb einer Woche erledigt.
Wir sind zwar immer noch fleissig auch wen nicht viel davon zu sehen ist: Haustelefone verdrahtet, für das Netzwerk Kabel eingezogen und an die Dosen angeschlossen, Antennenkabel teilweise neu eingezogen und so verkabelt dass man nun von jedem Zimmer aus auch Kabel- und später vielleicht auch Sat-Empfang hat. Diese Misere haben wir ja den Telekommunikationsunternehmen zu verdanken (siehe September 2008!).
Ansonsten warten wir auf das Frühjahr und auf die Erledigung der noch ausstehenden Restarbeiten der Handwerker.

Icon 21. - 28. Februar 2009 - Mal wieder zu billig gekauft
In dieser Woche haben wir den Boden der Waschküche gefliest. In einem namhaften Baumarkt (Nein - nicht die mit den 20% !) habe ich ein vermeintliches Schnäppchen gemacht: knapp 3,-€ pro qm! Jetzt wissen wir auch warum: Neben den üblichen Widrigkeiten wie z.B. Unebenheiten im Estrich die einem Neuling das Leben schwermachen können, kommen nun auch Toleranzen von einer halben Fugenbreite dazu. Wie so üblich muß man halt wieder etwas "tricksen" damit es so aussieht als sei es so gewollt ;-)
Aber im Großen und Ganzen ist es gar nicht soo schlecht geworden. Und die langen Abende im Keller bis 22Uhr haben sich gelohnt.
Und immer noch warten wir auf den Sanitär- und Heizungsfachmann für die ausstehenden Restarbeiten.... Auch hat eines der Küchenfenster einen Fabrikationsfehler und der zuständige Sachbearbeiter beim Hersteller braucht nach inzwischen 3 Monaten wieder einen extra Tri.... bzw. Anschub...

Icon 10.März 2009 - Noch mehr Fliesen aber diesmal keine Ramschware
Thumbnail Der Vorraum im Keller hat nun seinen endgültigen Belag und wurde heute verfugt. Wir haben uns für ein Kalksteinplattenimitat aus Feinsteinzeug entschieden. Dieser Stil passt gut zu unserem "antiken Kellergemäuer" aus Klinker und alten Holzbalken.
Feinsteinzeug ist allerdings bedeutend dicker und härter als die Fliesen der Waschküche und war nur mit dem elektrischen Fliesenschneider gut zu bearbeiten.

Icon 16. März 2009 Schwäbisch wirtschaften - Resteverwertung
Thumbnail Von den Bodenfliesen der Waschküche war noch einiges übrig, aber trotzdem zum wegwerfen viel zu schade. Also hab ich aus den Resten noch einen Fliesenspiegel für das Waschbecken gebastelt. Etwas übermütig aus den letzten Erfolgen im Vorraum habe ich mich für eine Diagonalverlegung mit Bordüre entschieden. Ich glaube es ist gar nicht so schlecht geworden ;-)
Eigentlich wollte ich "Kulturschock II" schreiben und über den ersten Kontakt mit der mobilen "Wertstoffsammlung" berichten. (Es gibt hier keinen Gelben Sack und der nächste Recyclinghof ist am anderen Ende der benachbarten Stadt). Es reicht wohl zu berichten dass ich es nur dem Großmut des Mitarbeiters zu verdanken habe, nicht den ganzen Sack mit diversen Kunststoffresten wieder nach Hause geschleppt zu haben, mit dem guten Rat, dass 90% meines gesammelten Kunststoffes in die Restmülltonne gehört hätte. Also vergeudete Zeit...
Dies hindert aber die Seniorinen des Ortes nicht daran auch einzelne Tablettenblister anzuliefern, ein Schwätzchen zu halten und sich eifrig "Wertstoffsammelteilnahmekärtchen" abzeichnen zu lassen.

Icon 03. - 07. April 2009 Nur gute Nachrichten und der Winterschlaf ist vorbei!
Thumbnail Thumbnail Der aussergewöhnlich lange und strenge Winter ist nun zu Ende! Im Keller habe ich als vorläufig letzte Innenarbeit das Hauswasserwerk an die Zisterne und die Toilettenspülung angeschlossen. Es war auf Anhieb alles dicht! Ab sofort wird in den Toiletten und am Aussenhahn nur noch Regenwasser verwendet.
Letzten Freitag (03.04.) hat der Installateur endlich die letzten Restarbeiten an Heizung und Lüftung erledigt. Damit ist auch dieses Kapitel abgeschlossen. (4 Monate nach Einzug!)
Am Samstag überraschte mich meine Frau mit der Aussage: "Du hast schon bemerkt dass da ein Bagger in unserem Garten steht?" Tatsächlich! Ganz überraschend war der Erdbauer vor Ort und hat die Terrasse aufgefüllt, verdichtet, die restliche Erde abgefahren und den Mutterboden planiert. Hurra! Wieder ein Punkt abgehakt! Besser konnte bei strahlendem Wetter das Wochenende gar nicht mehr werden! Jedenfalls perfekt genug für unseren Hochzeitstag ;-)

Icon Mai 2009 Sklavenarbeit - Steine schleppen und schaufeln
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Dieser Eintrag hat nun einen Monat auf sich warten lassen. Dies hat natürlich seinen Grund: Für die im Herbst begonnene Trockenmauer auf der West- und Nordseite des Hauses habe ich in den letzten Wochen über drei Tonnen Trockenmauersteine (Dietfurter Kalkstein) und an die ! 16 Tonnen ! Mineralbeton/Schotter (Körnung 0/32) verarbeitet. Dazu noch über ein Dutzend Rasengittersteine als Wegbefestigung.
Der Weg aus Gittersteinen trennt den Traufstreifen an der Hauswand vom Erdstreifen vor der Mauer. Wir haben einen Teil der Mauer und der Rasengittersteine mit Sedumsprossen (Steingartengewächse) bepflanzt, die zu unserer Freude bereits zu wachsen beginnen.
Auch haben wir bereits einen Obstbaum und einige Beerensträucher gepflanzt. Eine zwei Meter hohe Magnolie haben wir geschenkt bekommen und uns bereits an deren Blüten erfreuen dürfen. Möglich war dies alles durch den Rekordapril (angeblich der Wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen).
Icon Mitte Mai 2009 - Stein auf Stein, poliert muss er diesmal sein...
Thumbnail Thumbnail Die Eingangstreppe zur Haustür ist endlich fertig und die alten Holzpaletten und Bretter haben nun nach Monaten endlich ausgedient. Die Treppe sollte natürlich zum Stil der Trockenmauern passen. Es war nicht einfach eine Lösung zu finden, die passt, stabil ist und sich auch noch selbst erstellen läßt. Die Steinblöcke für die Trockenmauer wären selbst sortiert noch zu unregelmäßig gewesen und damit eine Stolperfalle.
Wir haben aber bei einem Ulmer Baustoffhändler vierseitig geschnittene Trockenmauersteine (aus dem gleichen Dietfurter Kalkstein) gefunden und diese als Blockstufen gesetzt. Als Kontrast dazu wurden die Lücken mit Granitpflaster aufgefüllt. Dieses dient gleichzeitig als rutschhemmender Belag bei Nässe. Billiger als fertige Betonblockstufen wurde es auch nicht, aber es ist eine Lösung die perfekt zu den Mauern passt.

Icon 04. Juni 2009 - Alle Wege führen zum ... Kompost
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Langsam wird es Zeit für das Pflaster auf der Terrasse und auf dem Zugangsweg zum Haus. Für den Zugangsweg habe ich bereits als günstige Lösung Rasenkantensteine in Mineralbeton (0/32) gesetzt und den Pflasteruntergrund aus dem gleichen Material aufgefüllt. Um die Steine sicher zu verankern, habe ich mir von einem Arbeitskollegen einen Pressluftmeißel zu einem Rüttel- und Stampfwerkzeug umbauen lassen. So vereinfachte ich mir das mühselige Feststampfen des Mineralbetons.
Ein weiteres Problem war der inzwischen reichlich gefüllte Plastik-Billigkomposter. Als ehemaliger gelernter Gärtner war ein guter stabiler Komposter schon immer mein Wunsch. Da in einem Baumarkt eine Aktion mit günstigen Rasenkantensteinen war, habe ich mir eine Ladung zusätzlich gekauft und zusammen mit ein paar alten Gerüstbohlen einen robusten Komposter selbstgebaut. Die Holzbohlen werden nicht ewig halten und irgendwann durch stabilere Metallprofile ersetzt. Die gesamten Materialkosten waren auch nicht höher als bei einem Kunststoffkomposter der Mittelklasse - bei einem deutlich höherem Fassungsvermögen.
Icon 09. Juli 2009 - Die Partyfläche
Thumbnail Thumbnail Die Terrasse ist bis auf Kleinigkeiten rechtzeitig zu einer Feier mit Freunden fertig geworden und hat die Feuerprobe gut überstanden.
Aus Kostengründen haben wir uns für ein einfaches billiges Betonpflaster entschieden, denn es sind alleine für die Terrasse fast 20qm nötig und die Wegeflächen sollen ja auch dazu passen. Damit es aber nicht "billig" aussieht, haben wir uns farbige Streifen in Rot dazu (passend zur Fassade) ausgedacht. Am Rand wurden keine halben Steine eingesetzt, sondern diese durch Granitwürfel ersetzt. Nun müssen nur noch die Randstreifen mit Beton gegen das wegrutschen gesichert werden. Aber erst kommt der Gehweg...

Icon 15. Juli 2009 - Der Teppich zur Haustür ist ausgerollt...
Thumbnail Thumbnail Thumbnail Ein weiterer Meilenstein ist geschafft: Insgesamt fast 30qm Pflaster sind verlegt und es gibt jede Menge Schwielen und Blasen an den Händen! Nun kann man aber sauberen Fußes zur Haustür und zur Kellertreppe gehen.
Einige Formulare für die KFW-Bank, das Finanzamt und den Kaminkehrer zerrten/zerren noch etwas an den Nerven (Handwerker und Papier...) und der Putzer/Gipser der noch den im letzten Jahr vergessenen Sockelputz erledigen soll, ist auch schon fast zwei Monate im Rückstand.
Aber dies wird der letzte Eintrag für die kommenden Wochen sein: Es bleiben nur noch Kleinigkeiten für das kommende Wochenende zu erledigen. Als letztes großes Stück Arbeit für dieses Jahr wartet noch der Carport auf uns, aber der hat Zeit bis zum Herbst! Und dazwischen kann man sich bereits etwas um den Garten kümmern...

Icon Dezember 2009 Jubiläum - Ein Jahr im eigenen Haus!
Die Zeit vergeht... Vor ein paar Tagen (Nikolaus!) hatten wir unserer 1-Jähriges im eigenen Haus. Erstaunlich wie vergleichsweise entspannend die Adventszeit im Vergleich zum letzten Jahr ist!
Es geht jetzt nur noch in kleinen Schritten vorwärts: Noch ein paar Bäume gepflanzt, Zwiebelblumen für das kommende Frühjahr gesetzt, den Verlauf des Gartenweges festgelegt und der vergessene Sockelputz ist auch endlich fertig ;-). Nur mit dem Carport wurde es dieses Jahr nichts mehr, aber dafür steht er für nächstes Jahr am obersten Punkt der ToDo-Liste.

Icon Von der ersten Idee im Jahr 2007 - und die Zeit danach...
Zu den Anfängen unseres Abenteuers: 2007 bis August 2008
Wie es weiterging: September 2008 bis Dezember 2008
Das Jahr darauf: 2009
Der letzte Stand der Dinge: 2010